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1362 - Der Sonnensucher

Titel: 1362 - Der Sonnensucher
Autoren: Unbekannt
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Sicherheitspatrouille Raum unter dem Kommando des Venno Liutalf abgefangen. Er war der Spionage bezichtigt worden, aber man hatte ihm eine entsprechende Absicht nicht nachweisen können. Er hatte nach dem Beschluß des Rates der Kommandeure zehn Tage lang zur Beobachtung auf Gangha bleiben sollen, war jedoch vorzeitig aufgebrochen, weil die Geräte an Bord seines Fahrzeugs nachwiesen, daß der Anklam-Sender angefahren wurde und daß gleichzeitig die Störanlage auf Bentang in Tätigkeit trat. „Ich nahm also Kurs auf Drifaal", schloß Rhodan seinen Bericht. „Während des Anflugs sah ich, wie meine schlimmsten Befürchtungen sich bewahrheiteten. Euer Sender ist zu knapp zwei Dritteln vernichtet - und das alles nur, weil niemand auf meine Warnung gehört hat."
    „So ist das nicht", widersprach Lung-Shirim. „Du hast Liutalf über deine Beobachtungen auf Bentang berichtet, und Liutalf hat einen Verband von Spähern dorthin geschickt. Die Späher fanden Spuren, daß es auf Bentang einst einen Stützpunkt der Hauri gegeben haben muß, der jedoch inzwischen aufgelassen wurde."
    „Aha! So sehr aufgelassen, daß mit den dortigen Geräten nur noch sechzig Prozent eures Senders zerstört werden konnten", spottete Perry Rhodan. „Woher sollen wir wissen, daß der Störeinfluß tatsächlich von Bentang kam?" fragte Lung-Shirim. „Wenn eure Hyperfunkexperten solche Dilettanten sind, daß sie die Störquelle nicht lokalisieren können, dann packt ihr am besten eure Sachen zusammen und vergeßt das Anklam-Projekt." Rhodan war jetzt wirklich zornig. „Für wie dumm hältst du mich? Ihr wißt ganz genau, daß die Störstrahlung von Bentang kam. Wahrscheinlich habt ihr höhere Vorgesetzte, vor denen ihr den heutigen Fehlschlag verantworten müßt. Deswegen stellt ihr euch unwissend."
    Der Erstkommandierende schien von Perry Rhodans Gefühlsausbruch eher amüsiert. Seine Schnurrbarthaare zitterten, als der Mund sich zu einer Grimasse verzog, die einem menschlichen Grinsen ähnelte. „Natürlich kennen wir den Ort der Störquelle", antwortete er. „Liutalf wird sich dafür verantworten müssen, daß er unfähige Späher ausgesandt hat, die sich von den Hauri täuschen ließen. Aber in erster Linie interessiert uns, wer du bist, woher du kommst und was du hier zu suchen hast."
    „Das habe ich dir alles erzählt", sagte Perry Rhodan grimmig. „Ich werde meine Geschichte nicht wiederholen."
    „Ich habe das Gespräch, das du mit Hai-Ling und Veng-Lao führtest, mitgehört", erklärte Lung-Shirim. „Du sprachst von Oogh und Bao at Tarkan. Kennst du die beiden wirklich?"
    „Von dem einen habe ich gehört, mit dem anderen habe ich gesprochen", antwortete Rhodan. „Es ist für uns erschütternd zu erfahren, daß Oogh at Tarkan noch lebt. Er ist vor unvordenklicher Zeit aufgebrochen und hat als erster das Wagnis unternommen, die Grenze zwischen den Universen zu überschreiten. Wie kann er nach so langer Zeit noch am Leben sein?"
    „Er hat Zehntausende von Jahren im Zustand der suspendierten Animation verbracht. Erst vor kurzem wurde er geweckt."
    „Möchtest du darüber nicht mehr berichten?"
    „Ich wiederhole mich ungern", sagte Perry Rhodan. „Das sind Dinge, die in erster Linie Ren-No zu hören braucht. Bring mich mit ihm zusammen, und du wirst alles erfahren. In der Zwischenzeit gibt es Wichtigeres zu tun. Auf Gangha sitzt ein Sympathisant der Hauri. Um ihn müßt ihr euch kümmern."
    Lung-Shirim zeigte keine Überraschung. „Ich habe gehört, daß du vor dem Rat der Kommandeure diesen Vorwurf erhobst", sagte er. „Was bringt dich auf die Idee?"
    „Es sind mehrere Versuche unternommen worden, mich zu töten."
    „Auch davon weiß ich. Aber wieso veranlaßt dich das zu dem Schluß, daß es sich um einen Parteigänger der Hauri handeln müsse?"
    Perry Rhodan zögerte. Sollte er dem Erstkommandierenden von seinem Gang durch den Transmitter berichten? Von dem Aufenthalt auf einem der Monde des Planeten Nuru? Von der unterirdischen Anlage, an deren Wand das Symbol des Hexameron prangte? Er beschloß, dieses Wissen vorerst für sich zu behalten. Es mochte mehr als nur den einen Hauri-Spitzel auf Gangha geben. „Ich komme von Bentang. Ich kenne die Anlage dort", antwortete er. „Ich kann den Hauri gefährlich werden, also muß man mich beseitigen."
    „Der Attentäter kann ein anderes Motiv gehabt haben", wehrte Lung-Shirim ab. „Das wird man erfahren, wenn man ihn gefaßt hat. Ich kann mir nicht denken, daß einer von

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