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133 - Der Sternenteufel

133 - Der Sternenteufel

Titel: 133 - Der Sternenteufel
Autoren: A.F.Morland
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Er war ein Sternenkrieger, gehörte einer Kamikaze-Abteiiung an. Es machte ihm nichts aus zu sterben, wenn er nur genug von den anderen mit in den Tod nehmen konnte.
    Droosa sah grauenerregend aus. Es wäre seine Aufgabe gewesen, die Stachelbasis zu zerstören, und er hätte das auch getan, wenn die Sensoren ihn nicht vorzeitig geortet hätten.
    Man mußte das Überwachungsprogramm kurzfristig geändert haben. Hätte noch der alte Code Gültigkeit gehabt, wäre Droosa durchgekommen, denn er strahlte Signale ab, die die feindlichen Sensoren außer Kraft gesetzt hätten.
    Der Trick hatte nicht funktioniert. Droosa konnte seiner Aufgabe nicht mehr gerecht werden. Man war auf ihn aufmerksam geworden, und nun drohte ihm der Tod.
    Er nahm es gelassen hin.
    Seine dünnen Lippen wurden zu einem schmalen Strich. Er preßte die Kiefer grimmig zusammen. Viele würden vor ihm sterben, dafür würde er sorgen.
    Er war ein Mann, dessen Alter man nicht schätzen konnte. Auf dem kahlen Schädel trug er einen Helm aus glänzendem Stahl, von dem seitlich zwei Metallzungen bis fast an die Mundwinkel reichten, damit auch die Wangen geschützt waren.
    Sein Gesicht hatte große Ähnlichkeit mit einem Totenschädel, die Augen wirkten groß, kalt und starr. Droosa machte einen ausgemergelten, kraftlosen Eindruck.
    Er schien nur aus Haut, Knochen und Sehnen zu bestehen. Über seinen Rippen, die deutlich hervortraten, wölbte sich ein gerippter, stählerner Brustpanzer.
    Der Bauch mit den hervortretenden Adern war tief eingesunken und ungeschützt. An den Armen liefen, von der Schulter ausgehend, Metallschienen mit Teleskopgelenken bis zu den Handgelenken hinunter. Sie verstärkten Droosas Muskelkraft um ein Vielfaches.
    Seine Waffen waren auf den ersten Blick kaum zu sehen. Sie wirkten »angewachsen«, waren aus bestem widerstandsfähigem Stahl gefertigt und im Moment nicht länger als sein Unterarm.
    Elle und Speiche aus Metall, hätte man meinen können, doch bei einer bestimmten Muskelanspannung schnellte ein degenlanger Stachel vor.
    An jedem Arm einer, und Droosa konnte damit sehr gut umgehen. Zudem waren die Stachelspitzen vergiftet, so daß bereits der kleinste Ritzer tödlich war, falls man nicht innerhalb kürzester Zeit ein Gegenserum spritzte.
    Droosa grinste verächtlich. Er hörte die Schritte der Menschen, die auf diesem Planeten nichts zu suchen, sich aber dennoch hier angesiedelt hatten, um ihn zu erforschen.
    Sie wußten, was für ein gefährlicher Feind er war, und ihnen war auch sein Auftrag bekannt. Deshalb haßten sie ihn und würden ihn vernichten.
    Aber noch war es nicht soweit.
    Droosa zog die Muskeln zusammen, und die Teleskopstacheln fuhren klickend aus. Der Sternenkrieger, der aussah wie ein Maschinenmann, kehrte den herankeuchenden Menschen noch den Rücken zu.
    Jetzt drehte er sich langsam um. Breitbeinig stand er da, zu allem entschlossen, bereit zu sterben. Eiseskälte glitzerte in seinen grausamen Augen.
    Der erste Mensch, der ihn angriff, würde das mit dem Leben bezahlen. Nach wie vor heulten die verborgenen Sirenen, und die Füße der Menschen wirbelten schweren Planetenstaub auf.
    Als Droosa die mit den Todesstacheln verlängerten Arme hob, verlangsamten die Männer in der vordersten Front ihren Schritt, und schließlich blieben sie schwer atmend stehen.
    Sie bildeten eine dichtgedrängte Front, nur wenige Meter von Droosa entfernt.
    Droosa lachte. »So viele Menschen für einen einzigen Gegner. Ihr seid feige Kreaturen, nicht wert zu leben!« Die Front rückte in die Breite.
    »Macht kurzen Prozeß mit dem Schwein!« schrie jemand weiter hinten. »Wir wissen, weshalb du hier bist, verfluchter Sternenteufel!«
    »Ihr habt auf diesem Planeten nichts zu suchen!« gab Droosa rauh zurück. »Wir wollen ihn friedlich nützen.«
    »Ihr hättet auf eurer Erde bleiben sollen. Statt dessen unternehmt ihr Weltraumexpeditionen, um andere Planeten zu kolonisieren.«
    »Wir haben nicht mehr genug Platz auf der Erde, wie du weißt. Wir müssen uns anderswo ansiedeln. Wir bieten allen Lebensformen eine friedliche Koexistenz an.«
    »Und wer damit nicht einverstanden ist, dem wird sie aufgezwungen!« behauptete Droosa. »Ihr hattet kein Recht, euch hier anzusiedeln, dennoch habt ihr es getan.«
    »Von unserer Forschungsarbeit würden auch andere profitieren.«
    »Die Erkenntnisse, die ihr diesem Planeten mühsam abringt, sind uns schon lange bekannt!« sagte Droosa überheblich. »Diese Stachelbauten werden hier nicht

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