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1211 - Der gute Geist von Magellan

Titel: 1211 - Der gute Geist von Magellan
Autoren: Unbekannt
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Schwerkraft-, Atmosphäre-, Temperatur-, Masseund Strahlungsdetektoren über die Displays in der Zentrale der GURMONRER.
    Torborscher fluchte leise.
    Die Ergebnisse der Maserortung waren wertlos. Die 5-D-Taster lieferten schon weitaus interessantere Daten. Offenbar bestand das Trichterfeld aus einer Abart der Paratronenergie. Torborschers Vermutung, es bei der Zone mit einer Hinterlassenschaft der Alten Tyrannen zu tun zu haben, verdichtete sich zur Gewißheit. Die Tyrannen waren Meister der Paratrontechnologie gewesen ... Nur schien das Trichterfeld nicht - wie gewöhnlich - eine hyperenergetische Verbindung zwischen Normal- und Hyperraum herzustellen, sondern ein Ausbreiten der Verhältnisse in der Zone Xauf die übrigen Bereiche des Planeten zu verhindern.
    Torborscher runzelte die Stirn. Seine Katzenaugen funkelten. Aber warum ein Feld aus Paratronenergie?
    Ein normalenergetisches Kraftfeld hätte durchaus genügt. Und warum kam es dennoch zu Überlappungen?
    Die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung der Zone lag nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt, während die planetare Durchschnittstemperatur knapp siebzig Grad Celsius betrug. Die Werte in der Zone selbst waren noch wesentlich extremer: 0,016 Grad über dem absoluten Nullpunkt. Außerdem bestand die Atmosphäre innerhalb des Trichters aus reinem Wasserstoff mit einer Dichte von 1024Atomen pro Kubikzentimeter.
    „Extrem starke Magnetfelder", bemerkte Worrgron, der über die Displays seines Beiboots die Daten der Begleitmoduls verfolgte.
    „Ich möchte zu gern wissen, was das für einen Sinn hat!"
    Torborscher sah aus den Augenwinkeln zu dem, Monitor hinüber, der das Modul-47 zeigte. Er atmete auf; der Alte schien tatsächlich die Vereinbarung zu respektieren! Sein Modul hielt einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu dem Trichterfeld ein.
    Er räusperte sich und ließ seine Finger über die Modulkontrollen huschen. „Ich schicke jetzt Modul-103 in die Zone", sagte er heiser, In Gedanken fügte er hinzu: Sofern dieses verdammte Paratronfeld das nicht verhindert...
    Das Begleitmodul näherte sich vorsichtig dem glitzernden Energietrichter und aktivierte dabei seinen eigenen Prallschirm. Sekunden später kam es zum Kontakt. Kontrollen leuchteten in warnendem Rot auf.
    Torborscher ballte die Hände, aber im nächsten Moment entfuhr ihm ein überraschter Laut: Statt das Modul zu zerstören, hatte das Kraftfeld es förmlich angesaugt und in das Innere der Zone katapultiert.
    Das Modul trieb durch ein seltsames Medium.
    Atomares Wasserstoffgas, auf 0,016 Grad Kelvin abgekühlt und von starken Magnetfeldern stabilisiert.
    Normalerweise war ein Gas aus einzelnen Wasserstoffatomen nicht stabil; entweder bildete es mit anderen Elementen chemische Verbindungen, oder zwei Wasserstoffatome vereinigten sich zu einem Wasserstoffmolekül. Ein weiteres Phänomen war, daß sich der Wasserstoff trotz der niedrigen Temperatur nicht verflüssigt hatte, sondern gasförmig geblieben war.
    „Ich will verdammt sein!" drang Worrgrons Stimme aus dem Empfänger. „Ein Quantengas. Und es ist kondensiert! Die Gasatome sind in den Zustand kleinstmöglicher Energie übergegangen!"
    Das Modul dräng weiter vor.
    Besorgt stellte Torborscher fest, daß sein Prallschirm an Stabilität verlor. Irgendein Einfluß schien die Energie abzusaugen.
    „Soll ich das Modul zurückrufen?" fragte er.
    „Nein", entschied Worrgron.
    „Das Umgebungsmedium verändert sich", sagte Torborscher. „Ein weiteres Kraftfeld. Und dahinter..."
    „Flüssiges Helium", brummte Worrgron. „Das heißt - ein Heliumisotop der Masse 4. Temperatur 2,8 Grad Kelvin. Ich... Verdammt, siehst du es auch?"
    „Ja", nieste Torborscher. „Das Prallfeld des Moduls ist zusammengebrochen."
    Er starrte auf den Monitor. Irgend etwas war vor dem Modul. Ein schlankes, hohes Objekt. Ein Turm? Ein Gebäude, von einem flüssigen Heliumisotop umgeben?
    Aber wozu?
    Plötzlich brach die Übertragung des Moduls ab. Rotlicht ging von den Kantrolldisplays aus. Torborscher hieb mit der Faust auf die Rückruftaste, aber das Modul reagierte nicht.
    „Es ist zerstört worden", stieß der junge Gurrad fassungslos hervor. „Aber wodurch? Nichts deutet auf Gewalteinwirkung hin. Und der energieabsaugende Einfluß konnte die internen Abschirmungen des Moduls nicht durchdringen. Ich verstehe nicht, wie..."
    Vom Bildschirm sah ihn Worrgron an. Der Blick des alten Prospektors wanderte nach links, schien etwas von den Kontrollen seines Beiboots

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