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1206 - Flucht ins Labyrinth

Titel: 1206 - Flucht ins Labyrinth
Autoren: Unbekannt
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Flucht ins Labyrinth
     
    Jen Saliks Odyssee in Starsen, der Stadt des Schreckens
     
    von Clark Darlton
     
    Der Kampf um die Kommandogewalt Ober die Endlose Armada ist entschieden. Die Voraussage des Armadapropheten, der Terraner Perry Rhodan würde den gigantischen Heerwurm von Raumschiffen eines Tages befehligen, hat sich im Juli des Jahres 427 NGZ erfüllt.
    Inzwischen nähert sich das Jahr 427 NGZ dem Ende, und die Galaktische Flotte hat längst wieder die Milchstraße erreicht Zum gleichen Zeitpunkt beginnt ein kosmisches Verwirrspiel, das Kazzenkatt, der Lenker des Dekalogs der Elemente, geschickt eingefädelt hat.
    Kazzenkatt bekommt Perry Rhodan überraschend in seine Gewalt Durch den Sturz in die Zeit versucht er den Terraner so zu manipulieren, daß das wichtige Chronofossil Andro-Beta den Mächten des Chaos anheimfallen möge. Noch bevor die Pläne des Dekalogs wirkungsvoll durchkreuzt werden, sind Atlan, der Arkonide, und Jen Salik, der Ritter der Tiefe, zu einer Mission aufgebrochen, die die beiden Männer in das mysteriöse Reich der Tiefe und an den ursprünglichen Standort des Frostrubins führen soll.
    Ais Kundschafter der Kosmokraten agierend, erreichen die Männer die kontinentgroße Stadt Starsen, die sich als ein Ort voller Schrecken erweist. Doch für Jen Salik kommt es noch schlimmer - sein einziger Ausweg ist die FLUCHT INS LABYRINTH...  
     
     
     
     
    1.
     
    Nachdem Atlan und der Status-Eins-Bürger Chulch den Ritter der Tiefe, Jen Salik, verlassen hatten, um Bundesgenossen im Kampf gegen den Status-Drei-Bürger Ol On Nogon zu finden, befand sich Jen Salik allein in jenem Stadtviertel von Starsen, das vom Volk der Meykatender bewohnt wurde.
    Er wußte sofort, daß es ein Fehler gewesen war, Atlan und seinen Begleiter fortzulassen oder nicht mit ihnen zu gehen, aber die Verlockung, dem Tyrannen Nogon die Stirn zu bieten, war zu groß gewesen.
    Die über Starsen liegende Wolkenschicht ließ das Licht unbestimmten Ursprungs nur mangelhaft durch.
    Eigentlich herrschte eine ständige Dämmerung, die das rechtzeitige Erkennen einer drohenden Gefahr ebenso erschwerte, wie sie auf der anderen Seite wiederum einigen Schutz gegen böse Überraschungen bot.
    Salik duckte sich hinter ein Korallenriff, als er drüben auf der anderen Straßenseite eine Bewegung bemerkte, aber dann atmete er erleichtert auf.
    Es war nur ein Meykatender, einer der zwei Millionen von Nogons unterdrückten und ausgebeuteten Bewohnern der Zentrumszone Starsens. Er bedeutete keine Gefahr.
    Trotzdem verhielt sich Salik ruhig, bis das seltsam aussehende Wesen verschwunden war, das entfernt an eine riesige Fledermaus erinnerte. Der Hammerkopf und der fischähnliche achtzig Zentimeter lange Körper ließ vermuten, daß sie einst im Wasser gelebt hatten, und niemand vermochte zu ahnen, welches Schicksal sie in die „Tiefe" und in die Riesenstadt verschlagen hatte. In der Art von Großfamilien lebten sie in farbenprächtigen Häusern, die aus Korallen - das Baumaterial sah Korallen zumindest sehr ähnlich - errichtet worden waren und bis zu hundert Meter hoch sein konnten. In künstlich angelegten Teichen züchteten sie Algen, ihr einziges Nahrungsmittel.
    Da sie geniale Bildhauer waren, fiel es ihnen leicht, kunstvolle Gegenstände zu schnitzen und bei den Nachbarvölkern in anderen Stadtvierteln einzutauschen. Sie waren friedliebend, hilfsbereit und gastfreundlich - um so leichter waren sie durch Nogon auszubeuten. Da!
    Salik zuckte zusammen, als er weiter rechts die Gestalten auftauchen sah. Obwohl nur als schemenhafte Schatten in ihren Umrissen zu erkennen, verriet schon die Verschiedenartigkeit der Silhouetten, daß es sich zweifelsfrei um die Treumänner Nogons handelte, die dem Tyrannen blind ergeben waren und jeden seiner Befehle widerspruchslos ausführten.
    Und einer dieser Befehle lautete mit Sicherheit, ihn und Atlan gefangen zu nehmen oder auch zu töten.
    Von seinem Versteck aus beobachtete Salik die Naherkommenden. Er verfluchte seinen Leichtsinn, sich aus einem der überall in der Stadt befindlichen Starsenspender keinen Strahler besorgt zu haben. Das würde er so schnell wie möglich nachholen müssen, wenn er überleben wollte.
    Es waren etwa zehn oder elf Treumänner Nogons, Angehörige verschiedener Völker, und keiner von ihnen war Meykatender. Wahrscheinlich waren sie aber auch nur auf der Suche nach den geschnitzten Kunstwerken der fischähnlich gebauten Fledermauswesen, um sie dem Tyrannen abzuliefern,

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