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1064 - Der Schiffbruch

Titel: 1064 - Der Schiffbruch
Autoren: Unbekannt
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unternehmen wird. Er müßte jeden Augenblick hier auftauchen."
    Inzwischen hatten auch die anderen Piloten und das übrige Personal ihre Beiboote untersucht, und es war überall das gleiche: Nur die Hyperfunkgeräte waren durch die rätselhaften Explosionen vernichtet worden. Zum Glück hatte es keine Verwundeten gegeben, was in erster Linie Cerai Hahns Warnung zu verdanken war.
    Nachdem Rhodan über die Schäden informiert worden war und selbst den Hangar aufsuchte, um sich zu überzeugen, erfuhr er von Alkmann die Theorie seiner Frau, und diesmal schaltete Rhodan so schnell wie gewohnt.
    „Die Lagerräume für die Ersatzteile!"
    Gefolgt von Waringer, verließ er den Hangar im Laufschritt, nachdem er über Interkom den Verwalter des technischen Lagers gewarnt hatte.
    Die Detonation in dem isolierten Lagerraum für die Ersatzteile mit der Spezialbezeichnung „Hyper" erfolgte kaum fünf Minuten später, und sie war die verheerendste von allen. Der unbekannte Saboteur, der die Explosionen mit einer vorerst noch rätselhaften Methode auslöste, hatte es in Wirklichkeit nur auf die Hyperfunkgeräte abgesehen, das war nun eindeutig. Aber die Türen und Wände des verhältnismäßig kleinen Raumes hielten dem Druck der Detonation nicht stand. Sie barsten, und damit wurden auch die angrenzenden Räume betroffen und zum Teil in Brand gesetzt.
    Einige Besatzungsmitglieder, die sich hier in Sicherheit gefühlt hatten, wurden mehr oder minder verletzt und mußten abtransportiert werden. Die Brände konnten schnell gelöscht werden, aber nun war es zur unabänderlichen Tatsache geworden, daß jeder Kontakt mit der wartenden Flotte unmöglich sein würde.
    Für die Telekomsender der Vielzweck-Armbandgeräte war die Entfernung zu groß. Die Teleporter fielen wegen ihres Schwächezustands ebenfalls aus. Auch Laires Auge funktionierte in M3 nicht.
    Es blieb daher nur eine einzige Möglichkeit, wollte man sich nicht mit der DAN PICOT aus dem Sternnebel zurückziehen: Man mußte einen Kurier schicken, der die Flotte informierte.
    Rhodan, der mit Waringer in die Kommandozentrale zurückgekehrt war, gab Pantalini die entsprechenden Anweisungen. Bereits Minuten später verließ eine Space-Jet den Hangar des Schiffes, beschleunigte und tauchte im Linearraum unter.
    Rhodan wandte sich an Waringer: „Hör zu, Geoffry: Ich muß mit den Mutanten reden. Bleibe du bitte hier und unterstütze Pantalini. Du weißt, wo ich im Fall neuer Anschläge zu erreichen bin. Wir bleiben auf dem bisherigen Kurs, ohne in den Linearraum zu gehen. Das halte ich in der augenblicklichen Situation für zu gefährlich."
    „Wir müssen den Saboteur finden, Perry! Er ist an Bord."
    „Davon bin ich noch nicht so überzeugt. Vergiß die Barrieren nicht, denen ich das teilweise Versagen der Aktivatoren zuschreibe. Sie könnten auch die Hyperkomgeräte beeinflußt und zerstört haben."
    „Wenn die Mutanten etwas wüßten, hätten sie sich gemeldet."
    „Nicht unbedingt. In ihrem jetzigen Zustand sind sie alles andere als aktiv. Bis später also."
    Ohne eine Erwiderung abzuwarten, verließ Rhodan die Kommandozentrale, um das Quartier von Ras Tschubai aufzusuchen.
     
    *
     
    Fellmer Lloyd und Ras Tschubai hatten bei den Aufräumungsarbeiten geholfen und waren dann in ihre Unterkunft zurückgekehrt. Die relativ geringe körperliche Anstrengung hatte sie arg mitgenommen. Ras hatte sich auf sein Bett gelegt, während Fellmer sich lang in einem der bequemen Sessel ausstreckte.
    „Eine verdammte Situation!" fluchte Ras aus vollem Herzen.
    „Schon deshalb, weil es keine Erklärung gibt", stimmte Fellmer ihm zu und seufzte. „Ob es wirklich die Barrieren der Porleyter sind, was meinst du?"
    Ras unterdrückte ein Gähnen.
    „Ich weiß es nicht, Fellmer. Aber es würde mich beruhigen, wenn es die Barrieren wären, denn dann könnten wir sicher sein, daß sich keine Agenten von Seth-Apophis bei uns an Bord befinden."
    Fellmer Lloyd nickte, aber noch ehe er antworten konnte, gab er Ras einen Wink und schloß die Augen. Offensichtlich hatte er Gedankenimpulse aufgefangen, die ihm wichtig erschienen.
    Ras verhielt sich ruhig, um den Telepathen nicht in seiner Konzentration zu stören.
    Genau in diesem Augenblick öffnete sich die Tür, und Perry Rhodan betrat die Kabine.
    Fellmer unterdrückte seinen Unmut und richtete sich ein wenig auf. Die Verbindung war abgebrochen.
    „Was war es?" fragte Ras, nachdem Rhodan Platz genommen hatte.
    Fellmer zuckte mit den

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