Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

1064 - Der Schiffbruch

Titel: 1064 - Der Schiffbruch
Autoren: Unbekannt
Ads
Frage.
    „Du denkst an eine Landung?" Er schüttelte den Kopf. „Nur dann, wenn sich Anhaltspunkte ergeben. Mir stecken die Ereignisse von Impuls II noch in den Knochen.
    Außerdem kennen wir noch immer nicht das Geheimnis der beiden Riesenkrabben, die so plötzlich starben. Spezialisten untersuchen sie, haben aber bisher nichts gefunden. Ein Gefühl sagt mir, daß sie nicht richtig tot sind."
    „Gefühle!" Waringers Miene verriet nur zu deutlich, was er von Gefühlen und Ahnungen hielt. „Es muß doch festzustellen sein, ob diese beiden Kreaturen tot sind oder nicht."
    „Wir werden es herausfinden!" versicherte Rhodan überzeugt.
    Er bat Waringer noch einmal, sich zu schonen, und suchte dann die Hauptzentrale auf, in der Kommandant Marcello Pantalini mit vornehmer Würde seine Pflicht erfüllte. Seiner übertrieben gewählten Ausdrucksweise wegen hatte es bereits mehrere belustigende Auftritte mit Gucky gegeben.
    „Wir haben keine brauchbaren Signale auffangen oder speichern können, Kommandant.
    Ich schlage daher vor, daß wir eine Linearprogrammierung vornehmen und diesen Sektor verlassen."
    Pantalini strich sich durch sein gelocktes Grauhaar und deutete auf den Bildschirm.
    „Nichts ist mir willkommener, als diesen von schrecklichen Geheimnissen angefüllten Raum zu verlassen, in dem nicht greifbare Mächte ihr Unwesen treiben. Ich möchte bei dieser Gelegenheit nur an den sterbenden Baum auf Impuls II erinnern ..."
    „In M3 werden wir immer wieder diesen unerklärlichen Vorkommnissen begegnen, hinter denen ich die Porleyter vermute."
    Pantalini zeigte sich diesmal nicht im geringsten erschüttert über die abrupte Unterbrechung seines Redeflusses.
    „Ja, diese Porleyter, wer immer sie auch sein mögen, scheinen die heimlichen Herrscher über M3 zu sein. Die Vorläufer der Ritter der Tiefe."
    „Das ist der Grund, warum wir die nächste Linearetappe baldmöglichst programmieren sollten", erinnerte ihn Rhodan höflich. „Ich dachte an vier oder fünf Lichtjahre, jedenfalls in die Nähe des roten Sterns, der auf dem dritten Bildschirm zu sehen ist."
    Pantalini studierte den erwähnten Stern mit gerunzelter Stirn, blieb jedoch zum Erstaunen Rhodans und der anderen Anwesenden in der Zentrale stumm. Er nickte nur und ging dann zum Linearcomputer, um die notwendigen Daten errechnen und später programmieren zu lassen.
    Genau in dem Augenblick, in dem Rhodan sich umdrehen wollte, um den Raum zu verlassen, begann eine Sirene zu heulen. Gleichzeitig flammten die roten Alarmlichter auf.
    Mit einem Ruck blieb Rhodan stehen.
    „Was ist das? Was hat den Alarm ausgelöst?"
    Die Techniker an den Spurkontrollen fanden die Antwort in wenigen Sekunden.
    „Funkzentrale, Chef!"
    „Ich kümmere mich darum", sagte Rhodan und verließ die Kommandozentrale.
    Er kam nicht weit.
    Noch ehe er die kurze Strecke bis zur Funkzentrale zurücklegen konnte, schleuderte ihn eine Druckwelle mit aller Wucht gegen die Wand des Korridors. Gleichzeitig fegte das Donnern mehrerer Detonationen über ihn hinweg. Noch bevor er halb betäubt am Boden lag, sah er grelle Lichtblitze in Richtung der Funkzentrale. Gerätetrümmer folgten der bereits zersplitterten Tür. Ein Mann taumelte auf den Gang, hielt sich den blutenden Kopf und fiel dann hin.
    Rhodan gab sich alle Mühe, nicht das Bewußtsein zu verlieren. Die Explosion in der Funkzentrale war um so rätselhafter, als der Alarm vorher erfolgte. So als hätte jemand von der bevorstehenden Katastrophe gewußt und warnen wollen.
    Das aber war absolut paradox. Außerdem, wer an Bord der DAN PICOT hätte ein Interesse daran, die Funkzentrale zu zerstören, mit der die Verbindung zur RAKAL WOOLVER und damit der Flotte bei Omikron 15 CV hergestellt werden konnte?
    Rhodan traute es keinem der vierhundert Frauen und Männer zu.
    Mühsam nur gelang es ihm, auf die Beine zu kommen. Er stützte sich gegen die Korridorwand und näherte sich vorsichtig der Funkzentrale. Auf der anderen Seite des Ganges tauchten Angehörige des Katastrophenteams auf, gefolgt von Sanitätspersonal.
    Feuerlöscher traten in Tätigkeit, um den entstehenden Brand im Funkraum zu hemmen.
    Rhodan nahm alle Energie zusammen und lehnte die Hilfe eines herbeigeeilten Arztes ab.
    „Schon gut. Kümmern Sie sich um die Leute in der Funkzentrale." Sie hatten die Stelle erreicht, an der einmal die Tür gewesen war. „Mein Gott!" war alles, was Rhodan sagen konnte.
    Der Raum bot ein Bild totaler Verwüstung.
    Zwei Männer des

Weitere Kostenlose Bücher

Fiora et le Magnifique
Fiora et le Magnifique von Juliette Benzoni
Internat auf Probe
Internat auf Probe von Dagmar Hoßfeld