Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

0949 - Beherrscher der Tiere

Titel: 0949 - Beherrscher der Tiere
Autoren: Unbekannt
Ads
Beherrscher der Tiere
     
    Besuch auf der Arkonidenwelt – ein Geheimnis der Vorzeit soll enträtselt werden
     
    von Marianne Sydow
     
     
     
Die Hauptpersonen des Romans:
     
    Julian Tifflor - Der Erste Terraner beschäftigt sich mit dem Rätsel der falschen Flibustier.
    Ronald Tekeoer und Jennifer Thyron - Das Agentenehepaar besucht eine Welt der Arkoniden.
    Kihnmynden - Ein kosmischer Altertumsforscher.
    Ottarsk - Ein arkonidischer Arzt.
    Gursc - Ein Fanatiker.
     
     
     
    1.
     
    „Wie viele Pseudo-Flibustier haben wir jetzt?" fragte Julian Tifflor.
    „Einunddreißig", antwortete Pinter Bloom, ein noch sehr junger Mann, der es übernommen hatte, sich um die seltsamen Gefangenen zu kümmern. „Wollen Sie die Verteilung hören?"
    „Danke, ich verzichte", seufzte Tifflor. „Wissen Sie, noch vor wenigen Wochen hätte ich viel darum gegeben, dieses Mordgesindel endlich auf einem Fleck versammelt zu sehen, gefangen und unschädlich. Aber jetzt es ist zum Verzweifeln."
    „Vor allem, wenn man bedenkt, daß sie alle mindestens in doppelter Ausführung vorhanden sind", stimmte Bloom zu. „Kayna Schatten haben wir jetzt siebenmal. Wohin soll das führen?"
    „Das wüßte ich auch gerne", murmelte Tifflor. „Was reden unsere verdoppelten Freunde den ganzen Tag über?"
    „Sie sind nach wie vor vorsichtig. Außer nichtssagenden Bemerkungen geben sie nichts von sich."
    „Wenn man zum Beispiel alle sieben Kaynas zusammensperrte, müßten sie sich doch eigentlich irgendwann auf die Nerven gehen, so unterschiedlich, wie sie innerlich beschaffen sind. Meinen Sie nicht, daß es den Versuch lohnen würde? Nichts löst die Zunge so leicht und gründlich wie Ärger auf einen unerträglichen Zeitgenossen."
    „Alkohol taugt dazu auch ganz gut", meinte Pinter Bloom trocken. „Ich habe beides versucht. Bis jetzt hat es nicht geholfen. Wenn Sie wirklich etwas herausbekommen wollen, werden Sie anordnen müssen, daß man schärfere Mittel einsetzt."
    Tifflor sah den jungen Mann nachdenklich an.
    „Wir werden es auch so schaffen", wehrte er ab. „Ich fürchte sogar, daß wir bei diesen Leuten mit Gewalt erst recht nichts ausrichten werden. Die sind doch glänzend für ihre Aufgabe präpariert worden."
    Und gleichzeitig fragte er sich, wie diese Aufgabe aussehen mochte.
    Was wollten diese Wesen, die keine Menschen waren, auch wenn sie noch so menschlich aussahen?
    Widersprüche, dachte Tifflor. Nichts als Widersprüche.
    Daß es sich bei den Doppelgängern nicht um Menschen handelte, ließ sich auch nicht mit den üblichen Mitteln beweisen. Es war so, daß Menschen eben recht individuelle Lebewesen waren. Sie konnten sich ähnlich sehen, aber sie waren sich niemals so gleich, wie es bei den angeblichen Flibustiern der Fall war.
    Rund fünf Wochen war es jetzt her, daß die GAVÖK jenen berüchtigten Piraten, die sich selbst die „Letzten Flibustier" nannten, erfolgreich eine Falle gestellt hatte. Auf dem Planeten Xirdell hatte man diese wilde Horde gestellt und gefangengenommen. Vermutlich waren einige übriggeblieben, die aus irgendwelchen Gründen in den geheimen Stützpunkten der Piraten auf die Rückkehr ihrer Kumpane gewartet hatten. Aber die anderen hatte man erwischt fast vollzählig. Ausgerechnet die sechs wichtigsten, die führenden Köpfe dieser Mordbande, waren entkommen. Sie und ein siebenter Flibustier hatten den Leuten von der GAVÖK im letzten Augenblick ein Schnippchen geschlagen und waren mit einem Beiboot geflohen. Seitdem wurden sie gesucht. Und die Suche nach ihnen wurde auf vielen Planeten mit ungewöhnlicher Intensität betrieben, denn die Flibustier hatten sich sehr viele Feinde geschaffen.
    Dementsprechend groß war der Erfolg der Aktion. Schon nach kurzer Zeit fing man auf dem Planeten Eispanzer die ersten der Flüchtlinge ein. Es waren zwei Körn „Dezibel" Brak und Axe. Und fast gleichzeitig verhaftete man auf einem Flottentender ebenfalls zwei Flibustier. Diesmal waren es Kayna Schatten und Axe.
    Damit hatte das Rätselraten begonnen. Anfangs hatte Tifflor geargwöhnt, daß da eine regelrechte Flibustier-Hysterie ausgebrochen sei und man jeden als Piraten ins Gefängnis steckte, der einem der Gesuchten zufällig ähnlich genug sah. Aber es handelte sich um echte Doppelgänger, und da sie stets in Gespannen auftraten, stand es auch außer Zweifel, daß eine enge Verbindung zwischen den Doppelgängern und den echten Flibustiern bestand. Die Wissenschaftler der entsprechenden Fachrichtungen

Weitere Kostenlose Bücher

Der Thron des Haryion
Der Thron des Haryion von Hubert Haensel