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0773 - Die Macht der Templer

0773 - Die Macht der Templer

Titel: 0773 - Die Macht der Templer
Autoren: Jason Dark
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so sicher?«
    »Ich bin es gewesen, der den Kontakt zu Hector de Valois hergestellt hat. Er hat auf mich gehört, er kann nicht mein Feind sein, verstehst du?«
    »Schon. Wer bliebe dann?«
    Bloch drehte den Kopf nach rechts. »Ich habe gespürt, John, dass du nicht allein gekommen bist. Etwas später hörte ich auch die Stimme der Person. Sie ist eine Frau…«
    Rose Cargill hatte alles mitbekommen. Sie blieb stehen, als sie sich einmischte. »Ich?«, fragte sie mit leicht schrill klingender Stimme.
    »Nein, John, das kannst du nicht zulassen. Ich bin mit dir gekommen, weil du mich darum gebeten hast. Ich – ich soll jetzt der Sündenbock sein? Das ist doch verrückt! Sag doch was!«
    Ich drückte mich nicht. »Sie hat Recht, Abbé. So kannst du nicht reden. Diese junge Frau hat mir das Leben gerettet.«
    Bloch hob die Schultern. Er gab keinen weiteren Kommentar, aber überzeugt war er nicht.
    »So kommen wir nicht weiter!«, stellte Suko fest. »Wir müssen uns etwas einfallen lassen, wenn wir eine Lösung haben wollen. Ich habe da einen Vorschlag zu machen. Wie wäre es denn, wenn wir zu dem silbernen Skelett gehen und es an seinem eigentlichen Platz besuchen? In der Kathedrale der Angst.«
    Ich schwieg. Auch der Abbé sage nichts, und Rose Cargill hielt sich sowieso raus.
    »Nun?«
    »Nicht übel«, gab ich zu.
    Bloch nickte. »Es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, falls uns nicht noch eine Idee kommt.«
    »Da hätte ich etwas«, sagte ich.
    »Und?«
    Ich lächelte Suko an. »Ich möchte mich noch einmal auf den Skelett-Sessel setzen.«
    Jetzt war es heraus, und Suko stieß zischend die Luft aus. »Was willst du tun, bitte sehr? Dich auf dieses Ding setzen?« Er tastete nach seinem verletzten und verpflasterten Hals. »Hast du denn noch immer nicht die Nase voll? Hast du vergessen, was mit dir geschehen ist? Willst du wieder irgendwo landen? Vielleicht in der Hölle oder in einer anderen Dimension diesmal?«
    »Das hatte ich nicht vor.«
    »Dann rede nicht einen derartigen Unsinn!«
    »Suko«, sagte ich mit eindringlicher Stimme. »Ich weiß nicht, ob es ein so großer Unsinn ist. Du kennst den Skelett-Sessel nicht genau, ich kenne ihn ebenfalls nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass in ihm noch andere Geheimnisse verborgen sind.«
    »Lass sie drin, verdammt!«
    »Nein!«
    »Und wenn sich die Klauen plötzlich erheben und dich killen wollen, wie es bei mir war?«
    »Ich glaube nicht, dass sie so reagieren. Außerdem bist du hier und kannst Acht geben.«
    »Daran glaubst du doch selbst nicht.«
    Ich ließ mich jedenfalls nicht beirren. Bloch sagte dazu nichts. Er saß apathisch auf seinem Stuhl und schüttelte immer wieder den Kopf, weil er über den Vorgang nachdachte und ihn auch jetzt noch nicht begreifen konnte.
    Mich lockte der Sessel. Als ich dicht vor ihm stehen blieb, schaute ich noch einmal nach rechts zur Tür hin, wo Rose Cargill stand, die sich nicht einmischte und nur zuschaute. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn sie den Raum verließ. Dies wiederum brachte ich nicht über die Lippen, also sollte sie bleiben.
    Ich drehte mich um, sodass sich der Sessel in meinem Rücken befand. Dann ließ ich mich nieder.
    Gedanken huschten durch meinen Kopf. Ich dachte daran, dass ich schon einmal auf diesem Skelett-Sessel meinen Platz gefunden hatte.
    Das war in meiner Wohnung gewesen und lag noch nicht lange zurück. Mir allerdings kam es vor, als hätte es in einer anderen Zeit stattgefunden, weil schon zu viel passiert war.
    Auch New York und die Auktion lagen weit zurück. Es gab jetzt nur noch den Sessel und mich. Dabei hatte ich einfach das Gefühl, genau das Richtige getan zu haben. Ich glaubte nicht daran, dass ich einen Fehler beging. Noch während der Bewegung wurde ich mir meiner Sache immer sicherer.
    Die bleichen Knochen bewegten sich, als sie Kontakt mit mir bekamen. Kein weiches Kissen bildete mehr die Sitzfläche. Ich saß auf dem blanken Gebein.
    Die Knochen gaben zwar nach, doch sie brachen nicht. Ich ließ einige Sekunden verstreichen, bevor ich meine Arme leicht anhob und sie auf die Lehnen des Sessels legte. Nach dieser Sitzposition drückte ich meinen Körper so weit zurück, bis ich den Widerstand der Knochenlehne spürte.
    Ich saß relativ bequem. Es war alles okay…
    Ich schaute auf Suko, der mich mit seinen scharfen Augen leicht misstrauisch beobachtete. Ich sah auch, dass er Angst um mich hatte.
    Ich lächelte ihm zu.
    »Galgenhumor, wie?«
    »Das wird sich

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