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0526 - Saras letzter Kampf

0526 - Saras letzter Kampf

Titel: 0526 - Saras letzter Kampf
Autoren: Werner Kurt Giesa
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Das Biest ging durch die Wand!
    Ted Ewigk wirbelte herum und duckte sich unter der schattenhaften Pranke hinweg, die nach ihm schlug. Der Blaster flog ihm förmlich in die Hand, er brauchte bloß abzudrücken -und das Ziel war groß und nahe und brüllend laut genug! Der flirrende Blitz betäubender Energie zuckte vom Abstrahlpol der Waffe zu dem Ungeheuer, das nicht einmal darauf reagierte. Etwas zischte durch die Luft und verfehlte Ted Ewigk um Haaresbreite. Statt dessen traf es einen der schwenkbaren Sitze vor dem Schaltpult. Eine ätzende, brodelnde Masse, die sofort damit begann, den Sessel zu verflüssigen.
    Tau Analorn schrie.
    Ted sah, daß Theta Emrys ebenfalls seinen Blaster abfeuerte. Aber Emrys hatte die Waffe gegen den Befehl auf Laserimpuls geschaltet. Mit schrill zwitscherndem Fauchen jagte der rote Nadelstrahl in das schemenhafte, sich unglaublich schnell bewegende Ungeheuer hinein. Es glitt weiter, war plötzlich hinter Emrys. Ein Prankenhieb schleuderte den Ewigen durch die Luft und schmetterte ihn gegen die Wand. Er sank in die Knie; die Strahlwaffe entfiel seiner Hand. Im gleichen Moment spie das Ungeheuer Andalorn an.
    Ted hatte seine eigene Waffe jetzt ebenfalls auf Laser geschaltet und gab eine rasend schnelle Serie von Laserschüssen auf das Etwas ab, das er nicht eindeutig erkennen konnte. Es war groß und schnell - das schien die einzige Definition zu sein, mit der man es erfassen konnte. Wie es wirklich aussah, war nicht zu erkennen. Es bestand nur aus einem wirbelnden Schatten, der in seiner ungeheuren Beweglichkeit fast überall zugleich zu sein schien.
    Erneut reagierte es nicht auf die Strahlschüsse. Andalorn, dessen Körper von der ätzenden Flüssigkeit überzogen war, hörte auf zu schreien. Plötzlich glühte Emrys’ Dhyarra-Kristall auf. Die Bestie zuckte zusammen, schien in sich zu schrumpfen, sich zu ducken. Emrys preßte seine Hand auf das Wärmeschloß der Tür, die sich neben ihm befand. »Schnell!« brüllte er. »Hierher!«
    Ted reagierte sofort. Andalorn konnte niemand mehr helfen. Während Ted so schnell wie nie zuvor in seinem Leben auf die aufgleitende Tür zurannte und hindurch hechtete, gefolgt von Emrys, sah er die trübe schimmernde Lache einer grausigen Flüssigkeit, die einmal Tau Andalorn gewesen war. Noch während Emrys die Tür wieder hinter ihnen schloß, sah Ted, wie das schemenhafte Etwas mit einem Teil seiner rasend schnell wirbelnden Gliedmaßen die Lache berührte und aufsaugte.
    Dann knallte die Tür zu.
    »Das hilft nichts«, fürchtete Ted. »Das Biest kommt gleich durch die geschlossene Wand, so wie es im Kontrollraum auftauchte…«
    »Setzen Sie Ihren Machtkristall ein, Commander!« keuchte Emrys. »Verdammt, die anderen Waffen helfen nicht!«
    Ted griff nach der Gürtelschließe seines Overalls, in der der Dhyarra-Kristall 13. Ordnung steckte. Aber dann streikte sein Vorstellungsvermögen, als er versuchte, sich auf das rasende Ungeheuer jenseits der Tür zu konzentrieren, weil er nicht die geringste Ahnung hatte, was das für eine Bestie war.
    »Wie haben Sie das gemacht, Emrys?« fragte er hastig.
    »Ich hab’ dem Viech einen Nasenstüber verpaßt, nur hat der es nicht kräftig genug irritieren können! Bauen Sie ein Kraftfeld um uns herum auf, Commander! Ihr Kristall ist stärker als meiner! Durch ihr Kraftfeld kommt das Monstrum nicht hindurch…«
    Oder es läßt sich von Kraftfeldern ebensowenig stoppen wie von Laserstrahlen, durchzuckte es Ted. Trotzdem versuchte er es. Es fiel ihm schwer, sich auf die Errichtung des Schutzfeldes zu konzentrieren. Er war immer noch außer Atem und durcheinander. Der grauenhafte Tod Andalorns hatte ihn geschockt. So weit er bisher in seinem doch recht bewegten Leben in der Welt der Menschen und der Dämonen herumgekommen war, hatte er so etwas noch nie gesehen.
    Aber das Schutzfeld wurde nicht gebraucht.
    Die unheimliche, schattenhafte Bestie verfolgte sie nicht.
    Nicht jetzt…
    ***
    Sie waren zu zehnt gewesen, die sich per Materie-Transmitter vom Rebellenstützpunkt auf einem fernen Planeten zur Kristallwelt hatten versetzen lassen, dem Zentrum des Imperiums, das von der DYNASTIE DER EWIGEN beherrscht wurde. Ted Ewigk, der einmal selbst der ERHABENE der Dynastie gewesen war und aus jener Zeit noch seinen Machtkristall besaß, führte die kleine Gruppe an. Jeder von ihnen wußte, was er zu tun hatte. Lahmlegen der Verteidigungsanlage, Blockade der Abfangflotte. Das hatten sie geschafft. Die Raumschiffe,

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