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040 - Die Tochter der Hexe

040 - Die Tochter der Hexe

Titel: 040 - Die Tochter der Hexe
Autoren: Hugh Walker
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VAMPIR INFORMIERT
    Horror im Film – 20
    Peter Cushing
     
    Der 1913 in Surrey geborene Engländer hat sich zu einem der bekanntesten Stars im Horrorgenre entwickelt. Über Filme wie HAMLET (1948) und mehrere Fernsehrollen kam Cushing 1956 mit der Darstellung des Baron Frankenstein in FRANKENSTEINS FLUCH groß ins Gespräch. Er war die Verkörperung des dämonischen Arztes schlechthin. Seine unterkühlte Art zu spielen, der durchdringende Blick und das selbstverständliche Hantieren mit Skalpell und Injektionsspritze faszinierten die Filmbesucher. So war es selbstverständlich, daß Peter Cushing auch in den weiteren Frankenstein-Verfilmungen der Produktionsfirma Hammer die Titelrolle übernahm, von FRANKENSTEINS RACHE (1957) bis zu dem neuen FRANKENSTEIN AND THE MONSTER FROM HELL (1972) insgesamt sechs Mal!
    Aber auch als Dr. Van Helsing, der große Gegenspieler des Vampir-Grafen Dracula, faszinierte er seine Zuschauer. In DRACULA (1957) begann der Zweikampf mit seinem späteren Freund Christopher Lee, um sich in Filmen wie DRACULA JAGT MINI-MÄDCHEN (1971) und DRACULA BRAUCHT FRISCHES BLUT (1973) fortzusetzen. Solcherart geübt im Umgang mit Holzpflock und Kreuz, wurde Peter Cushing in vielen Vampirfilmen eingesetzt, wie z. B. in DRACULA UND SEINE BRÄUTE (1960), GRUFT DER VAMPIRE (1970) oder DRACULAS HEXENJAGD (1971).
    Auch in anderen Horrorfilmen sah man ihn meist als Gegenspieler der Ungeheuer, so der mordenden Mumie in DIE RACHE DER PHARAONEN (1959) und der unheimlichen Gorgone in DIE BRENNENDEN AUGEN VON SCHLOSS BARTIMORE (1963). Daneben spielte er in Science Fiction-Filmen wie YETI, DER SCHNEEMENSCH (1957), INSEL DES SCHRECKENS (1966) oder utopischen Monumentalfilmen wie HERRSCHERIN DER WÜSTE (1964).
     
    Als Sherlock Holmes war er in vielen Fernsehinszenierungen erfolgreich und trat auch in der Hammer-Verfilmung DER HUND VON BASKERVILLE (1958) in dieser Rolle auf. Von seinen vielen Abenteuerfilmen seien genannt DAS SCHWERT VON ROBIN HOOD (1960) und DIE BANDE DES CAPTAIN CLEGG (1961).
    Peter Cushing sieht seine Rollen im Horrorgenre äußerst positiv und freut sich über jeden Part, den er in diesem Genre darstellen kann: „Die Horrorfilme machen mir einfach Freude. Ich bin noch heute froh darüber, daß ich vor nunmehr sechzehn Jahren in diesem Filmgenre meine große Chance bekommen habe.“ Und im Hinblick auf sein fortgeschrittenes Alter: „Ich hoffe, man bereitet bei Hammer die Drehbücher vor, wo ich in künftigen Dracula- und Frankenstein-Verfilmungen im Rollstuhl spielen kann!“
    Daß Peter Cushing aber noch lange nicht am Ende seiner Laufbahn ist, das beweisen seine so erfolgreichen Auftritte bei Filmfestivals wie dieses Jahr in Paris. Das beweisen aber auch seine vielen Filmrollen in der letzten Zeit wie in GESCHICHTEN AUS DER GRUFT (1971) oder HORROR-EXPRESS (1972).
    Und daß er auch in Zukunft für seine Anhänge „da“ ist, zeigt ein Blick auf die Filme, die gerade mit Peter Cushing abgedreht wurden: THE BRIDE OF FENGRIFFEN, I, MONSTER und FEAR IN THE NIGHT.
     
    Manfred Knorr

 
     
     
     
     
     
     
     

     
     
    Szene aus dem Film FRANKENSTEINS FLUCH (1956) mit Peter Cushing und Christopher Lee

 

     
     
        Die Tochter der Hexe
    Vampir Horror Nr. 40
    von Hugh Walker
     
    Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leib. Hoch über dem Marktplatz und wie von unsichtbaren Seilen gehalten. Sie hat ein Hexengesetz gebrochen. Deshalb muß sie sterben. So wie ihre Tochter Wilma, die im Moor versank. Aber Wilma findet im Grab keine Ruhe. Ihrer Schwester droht höchste Gefahr. Sie kehrt aus dem Jenseits wieder, um das junge Mädchen zu retten – und kommt zu spät.

Als ich zum Marktplatz kam, hielt die Stadt plötzlich den Atem an, und ich hörte das Schreien.
    Es drang durch das offene Wagenfenster und war der Ausdruck höchster Qual. Ich zitterte und verspürte den impulsiven Drang, die Hände an die Ohren zu pressen, um es nicht mehr hören zu müssen. Verzweifelt klammerte ich mich an das Lenkrad und bremste scharf, denn die Gassenmündung war plötzlich mit Wagen und Menschen verkeilt. Vom Platz her aber kam eine flackernde Helligkeit, ungleich heller als die Straßenlaternen und Autoscheinwerfer. Und im nächsten Augenblick sah ich die Frau.
    Sie hing etwa drei Meter über der Straße und brannte lichterloh. Sie war ein zuckendes, schreiendes Bündel hinter einem Vorhang von Flammen.
    Die Menschen standen und. starrten. Warum half keiner? Ich kletterte aus dem Wagen und drängte mich

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