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028 - Tod in der Gespenster-Villa

028 - Tod in der Gespenster-Villa

Titel: 028 - Tod in der Gespenster-Villa
Autoren: Larry Brent
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Thorwalds Haus zu.
    Er hatte sich für heute
vorgenommen, unbedingt einen Blick dort hineinzuwerfen. Schließlich hatte
X-RAY-5 schon vor Tagen das Gebäude bezogen, und es war nicht ausgeschlossen,
daß es dort einen Hinweis gab, der ihnen weiterhalf.
    Larry Brent umrundete das Anwesen einmal
und sah sich aufmerksam um. Es gab nichts Verdächtiges.
    Die Haustür war verschlossen. Doch
das war für einen PSA-Agenten kein Hindernis.
    Mit dem Universalschlüssel öffnete
Brent das Schloß auf Anhieb.
    Er drückte die Tür nach innen,
ohne auch nur einen Schritt nach vorn zu gehen.
    In der Dunkelheit neben dem
Türpfosten wartete er und starrte in den finsteren Korridor.
    Der war winzig und handtuchschmal.
Ein hoher Schuhschrank stand darin, dessen eine Seitenfläche gleichzeitig als
Garderobe diente.
    Larrys Hand tastete nach dem
Lichtschalter. Die Deckenlampe flammte auf und warf trüben Schein auf die
bescheidene Einrichtung.
    Zwei Türen mündeten in der
winzigen Diele. Die eine führte in die Küche, wie ein handbemaltes, romantisch
gestaltetes Schild verriet, die andere führte in den Living-Room.
    X-RAY-3 öffnete die Tür nach dort
und betätigte auch hier den Lichtschalter.
    Helligkeit flammte auf und die
Gestalt, die in einer Nische seitlich stand, war sofort zu sehen.
    Drei Sekunden standen Larry Brent
und der Fremde sich gegenüber.
    Der Fremde?
    X-RAY-3 erkannte den Mann sofort
wieder.
    Er war groß, kräftig, hatte
buschige Augenbrauen und eine stark gebogene Nase. Nicht minder markant und
einprägsam war der mit grauen Haaren durchsetzte gepflegte Spitzbart.
    Das war der Mann, der Iwan
Kunaritschew und Larry Brent töten wollte!
     
    ●
     
    X-RAY-3 reagierte blitzschnell,
für den anderen aber dennoch zu langsam.
    In dem Moment, da er seine Smith
& Wesson Laser aus der Halfter riß, tönte ein triumphierendes Lachen aus
dem Mund seines Gegenüber, und der verschwand, als hätte der Boden ihn
verschluckt.
    Genau wie beim letztenmal!
    Er war ein Geist, aber er verfügte
über einen stofflichen Leib!
    Hier waren eindeutig
parapsychische Aktivitäten im Spiel.
    Klaus Thorwalds Wagen wurde als
Apportation an einen anderen Ort versetzt, jener geheimnisvolle Unbekannte
bediente sich der Teleportation, um in fremde Häuser einzudringen und wieder zu
verschwinden.
    Wer war er? Was wollte er?
    Das letztere konnte Larry gleich
kurz darauf selbst beantworten, als er den Zustand sah, in dem das Wohnzimmer
sich befand.
    Alle Schranktüren standen offen,
die Schubladen der Vitrine und des Schreibtisches waren herausgerissen, der
Inhalt auf dem Boden und der Tischplatte wahllos verstreut.
    Es sah aus, als hätte eine Bombe
eingeschlagen.
    X-RAY-3 zerdrückte einen Fluch
zwischen den Zähnen. Er nahm einige Papiere zur Hand und sah auf Anhieb, daß
nichts Wichtiges darunter lag. Klaus Thorwald hatte seine Rolle als
Schriftsteller perfekt gespielt.
    Angefangene Romane, Kurzgeschichten
und Artikel, Skizzen und Stichwortverzeichnisse lagen herum. Da gab es keine
Notiz, die sich auf seine wirkliche Arbeit bezog, keinen Hinweis auf das, was
er herauszufinden hoffte.
    Der Name Crowden und der Begriff
der Dämonensonne tauchten nirgends auf…
    Es war allerdings kaum anzunehmen,
daß jener geheimnisvolle Gast, den er durch sein Auftauchen vertrieben hatte,
sich für Thorwalds schriftstellerische Arbeiten interessierte. Er hatte etwas
Bestimmtes gesucht.
    Hatte er es gefunden?
    Larry nahm sich jeden Raum vor und
verließ dann unverrichteterdinge das einsame Haus.
    Von der Klippe aus sah er hinüber
zum Crowden-House.
    Da faßte er den Entschluß, auch
ihm noch einen Besuch abzustatten…
     
    ●
     
    Er fuhr den Weg bis zur Abbiegung
zurück und mußte seinen VW dann abstellen. Der Pfad zum Crowden-House war zu
schmal für ein Auto.
    Bis X-RAY-3 dort ankam, war er von
dem Spritzwasser bis auf die Haut durchnäßt, und er fror. Der Wind war eisig.
Die Hose flatterte um seine Waden, sein Haar wurde zerzaust. Larry Brent sah
aus, als hätte man ihn aus dem Wasser gezogen.
    Unter dem vorspringenden Dach des
Eingangs war er vor dem eisigen Wind geschützt.
    X-RAY-3 griff in seine Hosentasche
und kramte zwei Dinge hervor. Erstens eine Miniatur- Taschenlampe, die er stets
bei sich trug, zweitens einen Stab, der nicht mal die Länge einer Zigarette
hatte, aber dicker war.
    Der Stab war grau, sah aus wie
Kalk und war übersät mit seltsamen Runen und Schriftzeichen, die von
Spezialisten der PSA inzwischen untersucht worden waren. Larry

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