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0258 - Der Raub der Broadway-Königin

0258 - Der Raub der Broadway-Königin

Titel: 0258 - Der Raub der Broadway-Königin
Autoren: Karl-Heinz Günther
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Ding für sich selbst behalten.«
    Er zündete sich eine Zigarette an und sah seine Leute an.
    »Im Interesse der Sache läßt es sich leider nicht verhindern, daß wir noch einen Mann ausschalten müssen. Ich meine Jim. Milton.«
    Mockon sah auf. »Du willst Jim umlegen? Aber warum? Der hat uns doch nie Schwierigkeiten gemacht, Archie.«
    Latter nickte. »Ich weiß, Bob. Aber es geht nicht anders. Als Jims Frau vor drei Jahren ein Kind bekam, wollte er mit uns nichts mehr zu tun haben. Er fing das an, was man ein anständiges Leben nennt. Ihr vergeßt aber, daß er Diana Miltons Bruder ist. Als sie auf den Reklametrick mit den Laine Sisters kam, setzte sie sich mit Jim in Verbindung. ' Sie kannte sein Vorleben und wollte durch ihn an Leute herankommen, die eine Entführung inszenierten. Nun, Jim brachte uns ins Geschäft. Da unser Auftraggeber nun aus dem Schein-Kidnapping einen lukrativen Job für uns gemacht hat, wird Jim gefährlich für uns. Wenn man die Tote von Coney Island erst mal als Diana Milton identifiziert hat, weiß Jim doch sofort, daß wir dahinterstecken. Er hängt an seiner Schwester und würde uns sofort die Tecks auf den Hals hetzen. Dem müssen wir zuvorkommen. Simmons, du fährst morgen zu Jims Wohnung. Er wohnt in der Clinton Street von Hoboken, Nummer 311. Horche ihn aus, was er zur Zeit treibt, und erkunde eine günstige Gelegenheit, um ihn stumm zu machen! Es darf nicht lange dauern. Hier sind tausend Bucks. Die bringst du ihm, als Vermittlungsgebühr für den Coup, das fällt dann nicht auf. Und nun h&at euch aufs Ohr, damit ihr ausgeschlafen seid! Der Unbekannte hat ein Motorboot gemietet, mit dem ihr die Mädchen auf die Insel bringt. Seid pünktlich am Treffpunkt, damit die Sache klappt. Gute Nacht!« Mit diesen Worten war Latter auf gestanden und verließ den Kellerraum. Die zurückbleibenden Gangster sahen sich grinsend an.
    ***
    14. Juli, 8.30 Uhr! —
    Phil und ich saßen im Büro von Mr. High. Der Chef sah übernächtigt aus, und um seinen Mund lag ein harter Zug. Trotzdem rang er sich ein freundliches Lächeln ab.
    »Ihr kommt zur rechten Zeit. Gestern abend haben unbekannte Täter die Laine Sisters entführt.«
    Phil pfiff durch die Zähne. »Donnerwetter, Chef! Sie meinen doch nicht etwa die netten Mädchen aus Hollywood, die Broadway-Königinnen?«
    Mr. High nickte bestätigend. »Genau die, Phil! Das Majestic-Theater in der 44. Straße West brachte gestern abend den neuen Film mit den Laine Sisters heraus. Sie waren zur Premiere erschienen und wurden beim Verlassen des Theaters von unbekannten Männern in einem grünen Sedan, Baujahr 59, entführt. Die Stadtpolizei fand den Wagen später in der 52. Straße. Ich habe Jimmy Reads und Walter Stein losgeschickt. Sie haben bis heute morgen noch nichts entdecken können. Es wurde lediglich festgestellt, daß der Wagen eine Stunde vor dem Kidnapping in der Bethune Street gestohlen wurde. Reads hat mit dem Besitzer gesprochen. Die Sache ist in Ordnung und braucht nicht weiterverfolgt zu werden.«
    Mr. High machte eine Pause und legte die Fingerspitzen aneinander.
    »Reads und Stein waren die ganze Nacht auf den Beinen. Ich habe sie vor einer Viertelstunde nach Hause geschickt. Ihr werdet den Fall übernehmen und die beiden später mit einspannen.«
    Ich nickte. Mr. High bot uns Zigaretten an, und wir bedienten uns.
    »Wo sollen wir einhaken, Chef?« fragte Phil.
    »Ein Mr. O’Leare hat schon ein paarmal angerufen. Er ist der Chef der Filmgesellschaft, bei der die Laine Sisters engagiert sind. Setzen Sie sich mit ihm in Verbindung. Er wohnt im Hotel Astor am Times Spuare. Wenn ich ihn recht verstanden habe, ist auch die Reklamechefin der Filmgesellschaft spurlos verschwunden. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang. Orientieren Sie sich und erstatten Sie mir laufend Bericht. Sie haben wie immer weitgehend freie Hand.«
    »Sie können sich auf uns verlassen, Chef!« meinte Phil, als wir uns verabschiedeten.
    Wir stiegen in meinen Jaguar und rauschten ab. Ich kam am Times Square an. Es dauerte geschlagene fünf Minuten, bis ich einen Platz zum Parken fand.
    Der Hoteleingang hatte ein großes schattenspendendes Vordach. An der Reception erfuhren wir, daß uns Mr. O’Leare bereits erwarte. Während uns der Clerk anmeldete, fuhren wir mit dem Lift nach oben. O’Leare bewohnte eine Vierzimmerflucht im 7. Stock.
    ***
    Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten, forderte er uns auf, Platz zu nehmen.
    »Trinken Sie einen Whisky? Oder darf ich

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